Die Strukturumbrüche am Wirtschafts- und Arbeitsmarkt, die Bevölkerungsentwicklung sowie die Wanderungsverluste fordern die Kommunen und das Land Brandenburg zu einer neuen Bewertung des Bestandes heraus.
Die Akteure des Stadtumbaus in den Kommunen müssen auch weiterhin alles erdenkliche tun, um den Stadtumbau sinnvoll zu gestalten. Besonders in den kommenden fünf Jahren besteht noch die Chance, junge Menschen an die Städte zu binden.
Die Brandenburgische Architektenkammer erfüllt die vom Gesetzgeber zugewiesene Pflicht, die Baukultur zu pflegen und zu fördern, durch Initiativen der Architektenkammer und das praktische Handeln ihrer Mitglieder. Ein Kernthema dabei ist der Stadtumbau. Dass sich der Architektentag im Mai 2003 dem Thema "Stadtumbau zwischen Euphorie und Ernüchterung" widmete, verdeutlichte, dass der Stadtumbau eine der zentralen Aufgaben der Zukunft für Architekten, Stadtplaner und Landschaftsarchitekten ist.
In der Brandenburgischen Architektenkammer haben Architektenwerkstätten mittlerweile eine Tradition. Mit den Ergebnissen wurden Verwaltungen und Entscheidungsträger mehrerer Kommunen in die Lage versetzt, qualifizierte Aufgabenstellungen für weiterführende Planungen oder Architektenwettbewerbe zu erstellen und einen nachhaltigen Konsens im politischen Raum zu erzielen. Auch in Diskussionsforen widmet sich die Kammer dem Schwerpunktthema Stadtumbau.
"Baukultur, Vielfalt und Lebensdichte müssen die Merkmale unserer Städte sein" - dies ist der Leitsatz des Positionspapiers "Vision Stadtumbau" der Brandenburgischen Architektenkammer. Mit ihrer Vision möchten die Architekten vor allem die neu gewählten Bürgermeister, Bauausschüsse sowie die Baudezernenten der Städte und Landkreise, aber auch die Wohnungsbaugesellschaften, private Investoren und weitere Beteiligte vor Ort ansprechen und motivieren, ihre Aktivitäten für den Stadtumbau zu verstärken.
Bauminister Frank Szymanski betonte, er unterstütze das Positionspapier der Architektenkammer "Vision Stadtumbau". Die Kammer habe die Zeichen der Zeit erkannt und sei sich der Herausforderung bewusst, gerade den schwierigen Stadtumbauprozess auf hohem baukulturellen Niveau steuern zu müssen.
Die Broschüre "Vision Stadtumbau" können Sie bestellen bei der Landesgeschäftsstelle
oder Downloaden (Dateigröße 6,8 MB)
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Vom Ministerium für Stadtentwicklung, Wohnen und Verkehr wird erwogen, die Landesinitiative Baukultur weiter voranzubringen.
Das Engagement der Brandenburgischen Architektenkammer und die Unterstützung der Brandenburgischen Ingenieurkammer werden dazu ebenso, wie die Entwicklung einer breiten gesellschaftlichen Initiative von besonderer
Bedeutung sein.
Dorf Architektur Landschaft - Position der Brandenburgischen Architektenkammer zur Zukunft des ländlichen Raumes in Brandenburg
Was wäre Brandenburg ohne seine vielfältigen Landschaften Prignitz, Uckermark, Barnim, Havelland, Fläming, Oderbruch, Spreewald, Niederlausitz mit ihren topografischen Besonderheiten. Die Landschaften und die darin eingebetteten Dörfer sind Abbild von geschichtlicher Entwicklung, bestimmt von unterschiedlichen kulturellen, wirtschaftlichen und politischen Einflüssen. Mehr als 80% Brandenburgs kann als „Ländlicher Raum“ bezeichnet werden. Er war bis in das 20. Jahrhundert hinein agrarisch geprägt. In weiten Teilen hat aber auch der Bergbau tiefe Spuren hinterlassen.
Umweltschäden zu beseitigen, die Vielfalt der Landschaften und die reiche Baukultur der Dörfer dauerhaft zu erhalten, sie lebenswert weiterzuentwickeln das muss der Beitrag des 21. Jahrhunderts sein!
Deshalb haben sich anlässlich des 5. Brandenburgischen Architektentages am 4. Mai 2007 Architekten, Wissenschaftler, Politiker und Experten aus anderen Fachgebieten der Entwicklung des ländlichen Raumes gewidmet. In Vorträgen und Arbeitsgruppen ging es um das Dorf als Lebensraum, um die Architektur des Dorfes und um die Kulturlandschaft als Gestaltungsaufgabe.
Die Broschüre "Dorf Architektur Landschaft" können Sie bestellen bei der Landesgeschäftsstelle
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BRANDENBURGISCHE ARCHITEKTENKAMMER
Neue Wittstocker Erklärung erschienen
Die „Neue Wittstocker Erklärung“ ist ein Ergebnis der Internationalen Fachtagung zu „Perspektiven der Kleinstädte im Ländlichen Raum“ in Wittstock im September 2008. Die Veranstaltung war eine Initiative der Brandenburgischen Architektenkammer, der Stadt Wittstock und von ECOVAST (Deutsche Sektion des europäischen Verbandes für den ländlichen Raum).
Auf der „Wittstocker Erklärung“ der Brandenburgischen Architektenkammer von 1998 aufbauend, die sich mit den Chancen Brandenburger Städte im 21.Jahrhundert befasst hatte, konnte sie von dem Erfahrungsreichtum von ECOVAST profitieren, sowie von den Beiträgen aus Wissenschaft, Landes- und Kommunalpolitik. Es galt, den Blick auf Europa zu öffnen und neue Akzente zu setzen.