Angebote und Nachträge richtig auf Wirtschaftlichkeit bewerten- typische Fehler bei der Auswertung und Prüfung von Angeboten, Nachträgen und Wirtschaftlichkeitsberechnungen

Insbesondere bei öffentlichen Auftraggebern ergibt sich aus dem haushaltsrechtlichen Gebot einer wirtschaftlichen und sparsamen Verwendung der Mittel die Notwendigkeit von Wirtschaftlichkeitsberechnungen. Für den privatwirtschaftlichen Auftraggeber wird das haushaltsrechtliche Gebot durch Renditevorgaben, beispielsweise für das Anlagevermögen, ersetzt.
Architekten und Ingenieure sind verpflichtet, im Rahmen der Leistungsphase 7 der HOAI, Angebote auf ihre Wirtschaftlichkeit hin zu überprüfen. Insbesondere die Neufassung der HOAI (HOAI 2013) beinhaltet diesbezüglich einen erweiterten Leistungskatalog. Dieser Pflicht wird in der Praxis regelmäßig jedoch nicht oder nicht hinreichend nachgekommen, was erhebliche Haftungsrisiken zur Folge haben kann. Die Ursachen der Pflichtverletzungen sind vielfältig; letztlich mangelt es häufig an hinreichenden Kenntnissen, die Wirtschaftlichkeit von Angeboten, Nebenangeboten, Alternativen und Nachträgen bautechnisch, bauverfahrenstechnisch, baubetrieblich und rechtlich methodisch richtig prüfen zu können.
Die Zielsetzung dieses Seminares liegt deshalb darin, die Methoden und Verfahren von Wirtschaftlichkeitsberechnungen im Bauwesen darzulegen und an einer Vielzahl praktischer Beispiele aus Vergabe-, Vertrags-, Änderungs- und Nachtragsmanagement darzustellen.