Mo, 05. März 2018

Bau findet seine Heimat im Inneren

Pressemitteilung, Berlin, 5.3.18

Architekten fordern institutionelle und personelle Verankerung von Bauwesen und Städtebau im neuen Superministerium

Mit Zustimmung der SPD-Mitglieder zur Bildung einer Großen Koalition steht fest, dass der gesellschaftlich und volkswirtschaftlich bedeutende Bausektor im Bundesinnenministerium angesiedelt werden soll. Kammern und Verbände des Planens und Bauens hatten vor der Wahl ein eigenes Bundesbauministerium angemahnt und auf die Mammutaufgaben im Wohnungsbau und in der Stadt- und Regionalplanung hingewiesen. Leider greift die neue Ressortverteilung diesen Vorschlag nicht auf. Deshalb fordert die Präsidentin der Bundesarchitektenkammer, Barbara Ettinger-Brinckmann: „Jetzt geht es darum, in dem großen Portfolio der Zuständigkeiten im Bundesinnenministerium das Bauwesen und den Städtebau so deutlich erkennbar und wirkungsvoll wie möglich zu verankern, so die Vertreterin der 135.000 deutschen Architekten und Stadtplaner. Dazu bedürfe es auch  personeller Weichenstellungen: „Die Weiterentwicklung des Bauens, insbesondere des Wohnungsbaus, der Stadtgestaltung und der Raumplanung sind von derart großer gesellschaftlicher Bedeutung, dass dafür eine eigene Staatssekretärin oder ein Staatssekretär im Bundesinnenministerium zuständig sein muss“. Ferner ergänzt sie: „Ein weiterer beamteter Staatssekretär oder eine Staatssekretärin muss sich darum kümmern, dass das Thema Heimat sinnvoll mit Inhalten besetzt wird. Architektur und Baukultur sind sichtbarer Ausdruck von Heimat und ermöglichen Lebensqualität für alle Menschen in ihren individuellen Lebenssituationen. Hierzu leisten wir Architekten und Stadtplaner unseren unverzichtbaren Beitrag, um die gesellschaftlichen Herausforderungen auch in baulicher Hinsicht mit Qualität zu gestalten. Dazu ist politisches Spitzenpersonal mit Durchsetzungskraft flankierend notwendig.“ Ettinger-Brinckmann ruft den Philosophen Ernst Bloch mit seinem Satz in Erinnerung: ‚Architektur ist der Produktionsversuch menschlicher Heimat‘.

Mit freundlichen Grüßen

Paul Lichtenthäler M.A. MBA
PRESSESPRECHER / REFERATSLEITUNG ÖFFENTLICHKEITSARBEIT

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