Schallschutz im Hochbau - Die neue DIN 4109

Zielgruppe:
ArchitektInnen Planung und Bauleitung, IngenieurInnen und weitere PlanerInnen

Lernziel:
Es geht darum, was sich durch die Veröffentlichung der 2016 neu gefassten
DIN 4109 mit allen zugehörigen Teilen bei ihrer Verwendung in der Planung
und am Bau ändert. Die gesamte Nachweismethode für den Schallschutz ist
durch die Neufassung neu definiert worden. Derzeit (Sept. 2017) ist die alte
Fassung noch genehmigungsrelevant (obwohl sie als Norm bereits zurückgezogen
ist), weil die Bundesländer die neue Fassung noch nicht als baurechtlich verbindlich
per Erlass verabschieden konnten. Dafür ist ganz aktuell der Weg jetzt jedoch frei.
Insofern wird der aktuelle Stand dazu beim Seminartermin besprochen.

Es werden die Anforderungen, wie sie in der neuen DIN 4109-1:2016 gefasst sind,
den bisher geltenden Anforderungen gegenübergestellt. Dabei wird diskutiert, wann
die hier definierten "Mindestanforderungen" überhaupt anwendbar sind. Des
Weiteren wird darauf eingegangen, in welchen Fällen "Erhöhter Schallschutz"
rechtlich gesehen anzuwenden ist und was dies in der Planung für Auswirkungen hat.
Die Frage, wie bspw. der BGH ein Niveau des erhöhten Schallschutzes mindestens
sieht, wird diskutiert und an Hand von Hörbeispielen verdeutlicht. Dann wird auf die
Frage eingegangen, wie "erhöhter Schallschutz" im Planungsverfahren korrekt vereinbart
werden kann.
Das neuere Nachweisverfahren wird an einigen Beispielen im Hinblick auf Luftschalldämmung,
Trittschalldämmung und dem Schutz vor Außenlärm verdeutlicht. Wo liegen die Vorteile des
neuen Verfahrens? Welches sind die Unterschiede bei Massiv- und Leichtbauweise?
Abschließend werden Fehlerquellen am Bau und deren bauakustische Auswirkungen an
Beispielen erläutert. Diese werden in Teilen auch mit Hilfe von Messergebnissen und Hörbeispielen
vorgestellt. Die bauakustischen Messmethoden werden kurz vorgestellt.
Die technische und die rechtliche Ausgangssituation des Schallschutzes ist derzeit deutlichen
Veränderungen unterworfen. Um darauf angemessen reagieren zu können, zeigt das Seminar
Handlungsmöglichkeiten und Notwendigkeiten auf. Des Weiteren liegt ein Fokus auf der Vermeidung
von Fehlern und der Information über die Schallausbreitung am Bau.

Unterrichtseinheiten: 4

 

Termin: 
Mo, 07. Mai 2018 - 15:00 bis 18:00
Ort: 
Geschäftsstelle, Kurfürstenstr. 52, 14467 Potsdam
Veranstalter: 
Brandenburgische Architektenkammer
max. Teilnehmerzahl: 
20
Themengebiet: 
Baupraxis
Referenten: 
Dipl.-Ing. Dieter Brockmeyer, Akustik Ingenieurbüro Dahms
Gebühr (Mitgl.|Absolv.|Gäste): 
70,00 €
50,00 €
90,00 €