Moderne Architekturpsychologie & Onkologie
Wie kann Architektur Menschen mit einer Krebserkrankung unterstützen, Angst und Stress zu reduzieren und Genesung zu fördern?
Eine halbe Million Menschen erhalten jährlich die Diagnose Krebs. Von einem Augenblick auf den anderen verändert sich ihr Leben grundlegend. Gerade in dieser Situation wird deutlich, dass Architektur weit mehr sein kann als eine funktionale Hülle. Die architekturpsychologische Forschung der vergangenen zwei Jahrzehnte zeigt eindrucksvoll, dass die gebaute Umgebung einen wichtigen Beitrag zur Stressregulation und psychosozialen Gesundheit leisten kann. Mit den „Heilenden Sieben"(1) stehen heute erstmals wissenschaftlich validierte Entwurfskriterien für eine gesundheitswirksame Architektur zur Verfügung. Dennoch werden Patientinnen und Patienten noch immer häufig in Einrichtungen behandelt, deren räumliche Gestaltung diesen Erkenntnissen kaum Rechnung trägt.
Gemeinsam mit führenden Persönlichkeiten aus Medizin, Architektur und Psychologie möchten wir aktuelle Forschungsergebnisse vorstellen, erfolgreiche nationale und internationale Praxisbeispiele diskutieren und Perspektiven für eine menschenzentrierte Onkologie entwickeln. Freuen Sie sich auf Beiträge von u.a. Prof. Dr. med. Jalid Sehouli, Prof. Dr. med. Meinolf Suttorp, Prof. Gemma Koppen, EGM-Partnerin Willemineke Hammer aus Rotterdam, Andy Anderson, Pflege- und Personalmanager der Maggie's Cancer Centre, Großbritannien, sowie der Vorstellung aktueller Ergebnisse der Bundes-Richtlinien-Studie zur Heilenden Architektur in (onkologischen) Kinder- und Jugendkliniken. Ergänzt wird das Programm durch die eindrucksvolle Perspektive der Münchner Autorin und Regisseurin Gabriela Zerhau, die uns tiefe Einblicke in die Architekturerfahrungen von Krebspatientinnen gewährt.
Veranstaltungsinfo
Termin
Veranstaltungsort
Kaiserin-Friedrich-Haus
Robert-Koch-Platz 7
10115 Berlin
Deutschland