Pflanzenverwendung im Wohnumfeld
Zielgruppe
Geeignet für Planende der Fachrichtungen Architektur, Landschaftsarchitektur und Stadtplanung.
Lernziel
Am Ende des Seminars kennen die Teilnehmenden die Wirksamkeit von Stadtgrün, können pflanztechnische Grundlagen von Pflanzkonzepten für das Wohnumfeld entwickeln und erweitern ihre Pflanzenkenntnisse. Sie können Pflegeansprüche für Pflanzungen einschätzen.
Methodik
Online-Vortrag mit Werkberichten, Diskussionen, Hinweisen aus der Praxis
Inhalt
Die Anforderungen an das Stadtgrün werden immer komplexer. Neben Raumgliederung und Sichtschutz spielt die Bedeutung der ökosystemaren Leistungen von Gehölzen und Stauden im Zeitalter des Klimawandels eine zunehmend große Rolle. Angesichts ansteigender sommerlicher Wärmebelastungen sowie neuer Pflanzenkrankheiten und Schädlinge wünscht man sich vom optimalen Stadtgrün eine hohe Feinstaubbindung, Kühlungseffekte, dichte Baumvolumen bei gleichzeitig guter Stadtdurchlüftung und eine hohe Schädlingsresistenz. Stauden müssen sehr feuchte oder sehr trockene Standorte vertragen, insektenfreundlich und pflegeleicht sein sowie einen Beitrag zur Biodiversität leisten.
In sogenannten schrumpfenden Städten werden die landschaftlichen Räume immer umfangreicher bei zunehmend sinkenden Pflegeetats. In wachsenden Städten mit großer Verdichtungstendenz müssen die bedrängten Grünflächen Ausgleich bilden und deutlich mehr Nutzungen aufnehmen.
Themen
- Klimagehölze
- Stauden im öffentlichen Grün und im trockenen Schatten
- Pflanzenverwendung in Regenwasserversickerungsanlagen
- Salzverträglichkeit
- Konzepte zur Pflanzung von Gräsern
- Insektennährpflanzen
- Biodiversität
- klimawandeltaugliche Stadtbaumsysteme
- Baumrigolensysteme
Referentin:
Prof. Dr. Swantje Duthweiler, Hochschule Weihenstephan-Triesdorf, Landschaftsarchitektin bdla, Leiterin der Weihenstephaner Gärten