Brandschutz im Holzbau – zwischen Holzbaurichtlinie und Best-Practice-Beispielen
Zielgruppe
Das Seminar richtet vor allem an Architektinnen und Architekten, Bauingenieurinnen und Bauingenieure, Planerinnen und Planer, die sich mehr mit Holzbau auseinandersetzen möchten, ist aber auch interessant für Teilnehmende, die bereits Holzbauprojekte brandschutztechnisch geplant haben.
Lernziel
Das Seminar erläutert und vertieft die Inhalte der aktuellen Muster-Holzbaurichtline anhand von praxisorientierten Beispielen und übersichtlichen Gliederungen und Tabellen. Damit bietet es kompakte und sichere Entscheidungshilfen, mit denen bereits zum Beginn von Holzbauprojekten die wesentlichen Anforderungen an die Ausführung erkannt werden können. Die Fragen der Teilnehmenden aus der Praxis ist zentraler Bestandteil des Seminars. Stellen Sie Ihre Fragen zum Brandschutz im Holzbau einem der führenden Brandschutzexperten in der Baupraxis.
Methodik
Das Seminar führt detailliert in die geltende Musterholzbaurichtlinie (MHolz-BauRL) ein und zeigt auf, welche Möglichkeiten trotz der hohen baurechtlichen Hürden auch jetzt schon für Holzbauwerke bestehen.
Inhalt
Mehrgeschossige Holzbauwerke müssen baurechtlich derzeit deutlich höhere Hürden nehmen als vergleichbare Gebäude aus Beton und Stahl. Gebaut werden müssen sie trotzdem, denn ohne Holzbau wird die Dekarbonisierung des Gebäudebereichs ebenso wenig vorankommen wie die Schaffung von Wohnraum. Wie Sie die Musterholzbaurichtlinie (MHolzBauRL) anwenden und welche Spielräume sich ergeben, erfahren Sie im Seminar. Nur mit einem genauen Verständnis der Richtlinie erkennen Sie schon zu einem frühen Zeitpunkt die wesentlichen Anforderungen und die für eine wirtschaftliche Umsetzung eines Holzbauprojekts erforderlichen Abweichungen, sodass ihr Holzbauwerk brandschutztechnisch auf der sicheren Seite ist und genehmigt werden kann.
Im Seminar werden die Anwendungsbereiche, die Anforderungen für Holzrahmen- und Holztafelbauweisen, für Massivbauweisen nach der MHolzBauRL und die Anforderungen an Außenwandbekleidungen besprochen. Die Bemessung für den Brandfall von tragenden und aussteifenden Bauteilen ebenso wie die unbekleideter tragender und raumabschließender Bauteile wird mit Beispielen erklärt. Weiterhin werden die Grenzen der MHolzBauRL diskutiert und Spielräume aufgezeigt, die trotz der hohen Brandschutzanforderungen den Bau eines Holzbauwerks sicher ermöglichen. Im abschließenden Ausblick erfahren Sie, welche baurechtlichen Änderungen in Sicht sind.
Referent:
Dipl.-Ing. Architekt Reinhard Eberl-Pacan ist Geschäftsführer von Brandschutz plus GmbH und Ambassadeur der Koalition für Holzbau, Planer & Sachverständiger für den vorbeugenden Brandschutz (AK Berlin) und Sachverständiger für die brandschutztechnische Bau- und Objektüberwachung (EIPOS).