Methoden der Denkmalpflege
Zielgruppe
Das Seminar richtet vor allem an Architekten und Architektinnen, die dargestellte Methodik der Denkmalpflege lässt sich aber auch auf andere Fachbereiche übertragen.
Lernziel
Ziel ist, den Teilnehmenden die Methoden der Denkmalpflege aus unterschiedlichen Perspektiven nahe zu bringen. Das Verständnis von Theorie und Methodik hilft Berührungsängste abzubauen und potenzielle Konflikte in Denkmalprojekten zu vermeiden.
Methodik
Im Seminar werden zunächst Geschichte und Theorie der Denkmalpflege umrissen. Anschließend werden an ausgewählten Praxisbeispielen realisierte Denkmalkonzepte vorgestellt und mit den theoretischen Grundlagen parallelisiert. Im dritten Block wird das Thema denkmalfachliche Dokumentation ausführlich behandelt.
Inhalt
Die Geschichte der Denkmalpflege reicht weit zurück, bildet sich aber erst im 19. Jahrhundert im Zusammenhang mit Archäologie und Kunstwissenschaft zu einer eigenständigen Disziplin heraus. Die vorherrschende Theorie hat sich in den vergangenen 150 Jahren mehrfach gehäutet, kann aber insbesondere durch die Charta von Venedig (1964) auf allgemein anerkannte Grundlagen zurückgeführt werden.
Die aufgezeigten theoretischen Grundlagen werden im Seminar mit Beispielen aus der Praxis konfrontiert, die zeigen, wie vielschichtig die Thematik ist.
Das Thema der denkmalfachlichen Dokumentation (Bauforschung, Raumbücher, Befunddokumentation etc.) wird ebenfalls anhand von Praxisbeispielen vertieft. Der Dokumentation kommt in der Denkmalpflege ein hoher Stellenwert zu, da ohne umfassende Kenntnis des Bestandes eine denkmalgerechte Planung kaum möglich ist.