Eberswalde
Sonderpreis
2023

Fahrradparkhaus in Holzbauweise

Planungsteam

Bauherr/in

Stadt Eberswalde

Tragwerksplanung

ifb frohloff staffa kühl ecker PartG mbB, Berlin

Kommune / Genehmigungsbehörde

Stadt Eberswalde

Aspekte der Nachhaltigkeit sind in dem Fahrradparkhaus in Eberswalde auf eine sehr gelungene Art und Weise vereint. Einerseits existiert ein starkes Bestreben nach Individualverkehr aus dem Stadtbereich heraus – ob mit dem klassischen Fahrrad oder einem E-Bike – und ebenso die Aspekte des nachhaltigen Bauens, die in dem Bauwerk berücksichtigt werden. 

Vor allem die schräg gestellten Stützen des Holzbaus geben dem Baukörper eine Anmutung, die in unseren Breiten in dieser Form sehr selten ist. So scheint die durchbrochene Hülle, die durch Andreaskreuze die aufstrebenden Wände bilden, die Dachkonstruktion mit Leichtigkeit zu tragen. Bei der Konstruktion des Daches wird man im Inneren an japanische Rostkonstruktionen erinnert, die durch das statische Prinzip wenig Holz benötigen und damit besonders sorgsam mit dem Rohstoff umgehen. 

Nicht zuletzt stellt das Fahrradparkhaus durch die installierte Photovoltaikanlage ein autarkes System dar, das auch den Nutzern von E-Bikes die Möglichkeit zum Laden ihrer Vehikel bietet. Abgerundet wird das durchdachte Konzept durch eine Druckluftstation und die Möglichkeit kleiner Reparaturen – Werkzeug ist vor Diebstahl geschützt vorhanden – durchzuführen. 

Dieses Gebäude ist mit seiner außergewöhnlichen Gestaltung mit der Stadt Eberswalde verbunden und hat beste Chancen neben anderen charakteristischen Bauwerken in dieser Stadt zu einem Wahrzeichen zu werden, das seine Gäste mit einem Aha-Erlebnis empfängt und seine Bewohner, die sich mit Drahteseln auf ihren Arbeitsweg begeben, auf eine besondere Art und Weise verabschiedet und nach getaner Arbeit zurück in der Stadt empfängt. Hier wurde ein Identifikationsobjekt geschaffen, das seinesgleichen sucht.